| Gene enthalten die Informationen zum Leben. Gene liefern im Körper Anweisungen zur Synthese von Proteinen. Darum ist die Entstehung von Proteinen zentral für die Entstehung von Leben. Proteine sind Ketten von Aminosäuren. Im menschlichen Körper bestehen Proteine aus durchschnittlich 350 Aminosäuren. Es werden bis zu 20 verschiedene Aminosäuren verbaut. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich durch Zufall, also von alleine, biologisch brauchbare Proteine bilden? „Biologisch brauchbar” heißt, dass das Protein mit den wenigen überall verfügbaren Elementen einer frühen Atmosphäre gewinnbringend interagieren kann oder dass ein zweites oder drittes Eiweiß haargenau zum ersten passen muss, das schon existiert. |
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| •• | Die Wahrscheinlichkeit, dass man eine 5 würfelt, ist 1 zu 6 1 oder 1/6. Die Wahrscheinlichkeit, dass man eine 5 und danach ein 3 würfelt, ist 1 zu 6 2 oder 1/36. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei einer Kettenbildung aus 20 verschiedenen Aminosäuren eine bestimmte Reihenfolge von 350 Aminosäuren einstellt, ist 1 zu 20 350. Das ist gleich |
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| •• | Nun gibt es unterschiedliche Aminosäureketten, die vergleichbar funktionierende Proteine ergeben könnten. Das wollen wir rechnerisch berücksichtigen. Wir wollen annehmen, dass jedes der 20 Aminosäuren an jeder der 350 Stellen der Kette von 4 anderen Aminosäuren ersetzt werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein mit bestimmten Funktionen ausgestattetes Protein zufällig bildet, ist somit 1 zu (20/5) 350. Das ist gleich |
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| •• | Die Erde besteht aus 10 50 Atomen. Wenn 1/1000 der Erdmasse aus Aminosäuren bestehen würde und jede Aminosäure im Schnitt aus nur 10 Atomen bestehen würde, dann hätten wir 10 46 Aminosäuren auf der Erde. Wir sagen einmal, diese riesige Menge von Aminosäuren sei „irgendwie” auf die Erde gekommen und enthalte ausschließlich unsere 20 Aminosäuresorten alle in gleichen Anteilen. Wenn alle Aminosäuren 350-gliedrige Ketten bilden würden, dann wären etwa 3 · 10 43 Ketten vorhanden. Jede Sekunde sollen alle Aminosäuren zu 350-gliedrigen Ketten verbaut werden und sofort darauf wieder zerfallen und erneut zusammengebaut werden usw., so dass in 1 Milliarde Jahren 3 · 10 43 · 10 9 · 60 · 60 · 24 · 360 = 9,46 · 10 59, also etwa 10 60 Kettenbildungen erfolgt sind. Die Wahrscheinlichkeit, das sich unter diesen Ketten ein für die Lebensentstehung brauchbares Protein befindet, was dann allerdings nicht sofort wieder zerfallen dürfte, ist 1 zu 10 210/10 60 = |
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| •• | Nicht jeder versteht vielleicht sofort, was eine Wahrscheinlichkeit von |
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| •• | Nun müsste aber zur Entstehung von Leben nicht nur ein einziges Protein entstanden sein, dessen Entstehungswahrscheinlichkeit |
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| •• | Die Evolutionstheorie geht von zufälligen Genneubildungen (Nukleotidkettenbildungen durch MutationenMutationen sind zufällige, spontane oder evozierte, ziellose Veränderungen am Erbgut. in allen Tier- und Pflanzenarten aus. Genneubildungen im Verbund mit der SelektionSelektion heißt: Einige Arten sind erfolgreich und verdrängen andere Arten. Selektion ruft keine Veränderung am Erbgut hervor. seien der Motor der biologischen Aufwärtsentwicklung. Im Verlauf der Evolution müssten millionenfach neue oder längere Nukleotidketten gebildet worden sein. In unseren Genen werden 3 Nukleotide zur Kodierung einer Aminosäure verwendet. Eine Nukleotidsequenz könnte sich nur dort von allein bilden, wo die Nukleotide A,C,T,G in reinen Konzentrationen vorkommen. Das ist weder in der Zelle noch sonst irgendwo der Fall. Aber trotzdem, um die Idee von der Selbstentstehung gänzlich ad absurdum zu führen: Die Wahrscheinlichkeit für die Selbstentstehung eines einzigen Gens ist 1 zu 4 3 · 350 = 1 zu 4 1050 = |
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| •• | Verbessert sich übrigens die Entstehungswahrscheinlichkeit für
ein Protein, wenn es nicht auf einmal, sondern in Teilschritten gebildet
wird? Nein, die Entstehungswahrscheinlichkeit verbessert sich dadurch
nicht, im Gegenteil, sie wird dann noch kleiner, weil zufällig
entstandene, potenziell nützliche Bausteine eines Proteins leichter zerfallen als ein fertiges Protein. |
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