| Nach den Regeln der Statistik lässt sich die Wahrscheinlichkeit berechnen, mit der ein Ereignis unter mehreren gleich wahrscheinlichen Ereignissen eintritt, so z. B. beim Würfeln: Das Würfelergebnis hängt nur von physikalischen Faktoren ab, dem Eigenspin des Würfels, seiner Rollgeschwindigkeit, der Beschaffenheit des Untergrunds etc. und wird von diesen physikalischen Faktoren zu 100 Prozent determiniert. Nur weil die Variablen beim Würfeln nicht präzise genug kontrolliert werden können, sagen wir, das Ergebnis unterliege dem Zufall.
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| •• | Alle Systeme, die sich selber überlassen sind, die also von Zufällen statt mit Intention gesteuert werden, streben einem Zustand größerer Entropie entgegen, das heißt: Sie werden von alleine ungeordnet (Entropiesatz). Es gibt ein paar Phänomene, die für die menschliche gestaltorientierte WahrnehmungDas ist ein Begriff aus der Gestaltpsychologie. den Anschein von Ordnung erwecken, so z. B. bei Eisenspänen, die sich nach einem Magnetfeld ausrichten oder Kristallen, deren Wachstum bestimmten Molekülkräften gehorcht.
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| •• | In allen lebenden Organismen gibt es ein System der Informationsübermittlung auf Basis der Gene und der Proteinbiosynthese. Die Informationen, die in diesem System enthalten sind, reflektieren eine intendierte Ordnung. In einer zufälligen Ordnung steckt keine Intention und darum auch keine Information. Eine zufällige Ordnung ist tatsächlich eine contradictio in adiecto, ein in sich widersprüchlicher Begriff. Die Ordnung, die sich zufällig ergeben kann, ist nur eine scheinbare, eine wahrgenommene Ordnung. Man kann darum nicht die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass sich eine intendierte Ordnung zufällig einstellt. Man argumentiert in der Evolutionstheorie klugerweise so: Durch Zufall hat sich eine bestimmte Ordnung eingestellt und nachträglich hat diese Ordnung einen Sinn bekommen, eine Intention, zumindest die Intention des überlebens und der Vermehrung.
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| •• | Wir unterstellen also ex post facto, dass die im lebenden Organismus vorliegende Nukleotidsequenz intendiert ist, weil sie die Information für eine sinnvolle, intendierte Funktion trägt. Jetzt lässt sich die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass sich eine Nukleotidkette bildet, und zwar unter weiteren Annahmen: Voraussetzung |
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| •• | Ein häufiger Einwand lautet: |
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| •• | Dieser persönliche Glaube an eine Evolution ist oft Erst- und Letztbegründung zugleich: |
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